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Förderkreis der Begegnung

mit Christen des Ostens e. V.

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Rundbrief
Dezember 2017

Liebe Mitglieder und Förderer,

wir tagten heuer in der Pfarrei Peter und Paul in Kaufbeuren in Anwesenheit der orthodoxen Schwestern aus dem Kloster Hl. Nikolaus in Gorodok.

Nach dem Protokoll 2016, dem Kassenbericht mit Entlastung sowie Informationen über unsere Familienpatenschaft in Potschajew und über unsere Internetseite folgte der Jahresbericht durch den Vorsitzenden.

Kassenprüfung 2017
07. Oktober 2016 bis 28. September 2017

Einnahmen:
Spenden und Beitrage 33.303,66 €
Ausschüttung Stiftung 1.100,00 €

Ausgaben:
Straßenkinder 3900,00 €
Kloster Gorodok 10.816,91 €
Familienpatenschaft 1,125,00 €
zum Stiftungskapital 10,000,00 €
Verwaltung 1927,19 €
Werbung 646,35 €
Summe 28.415.45 €
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Kassenstand 77.042,37 €
Stiftungskapital 90,683,01 €
 

Schwester Merkuria berichtete über das Kloster und seine Filialen: Die Schule wird weiter gebaut, der Platz wurde asphaltiert, die Nachtbeleuchtung der Weihnachtskirche installiert. Renovierungsarbeiten wurden durchgeführt in der Kirche des Propheten Elias. In einem alten Schwesterngebäude musste das Dach erneuert werden, da es durchregnete. Neue Toiletten wurden für Kirchgänger und Wallfahrer errichtet, der ganze Wirtschaftshof asphaltiert.

An der Quelle der heiligen Anna wird die Kirche „Aller Heiligen" errichtet. Die von einem Mitglied spendierte Melkanlage konnte noch nicht wegen fehlender Ersatzteile installiert werden. Äbtissin Michaela macht sich wegen der derzeitigen hohen Stromkosten große Sorgen, obwohl die Heizperiode noch gar nicht angefangen hat. E s wird wohl so sein wie am Anfang, als die Schwestern in den unbeheizten Räumen im Wintermantel studierten und arbeiteten. Derzeit leben 153 Schwestern im Mutterkloster und in den vier Filialen. Die weiteste ist etwa 200 km von Gorodok entfernt unweit von der polnischen Grenze. Das Arbeitspensum der Äbtissin übersteigt jede Vorstellung, täglich ist sie zu einer der Filialen unterwegs, klärt und bespricht mit ihren Stellvertreterinnen Arbeitsabläufe, Sorgen und Probleme. Für unsere Unterstützung bedankt sich die Ordensobere ganz herzlich.

Der Vorsitzende informierte weiter über die segensreiche Arbeit im Therapiezentrum der Allgäu-Etage, in der ein Kindergarten, verschiedene Schul- und Bildungsräume, ein Kommunikationszentrum, sowie Räume mit sportlicher, musisch-kreativer, tänzerischer und musikalischer Nutzung zur Verfügung stehen, ebenso verschiedene Einrichtungen für Ärzte, Psychologen und Fachkräfte für die behinderten Kinder. Dank unserer Hilfe und mit Unterstützung des Entwicklungsministeriums der Bundesrepublik konnte eine komplette Rehabilitationsstation für körperbehinderte Kinder errichtet werden. Auch die Hippotherapie wurde zur Freude der Kinder bereits im September erfolgreich aufgenommen.

Zum Abschluss der Tagung sangen die Schwestern beim Gottesdienst. Weiter waren sie im Einsatz mit dem Ostliturgischen Lehrerchor in drei Doppelkonzerten in Kempten, Kaufbeuren und in Fellheim.

Der Förderkreis übergab

  • den Schwestern 2017 für das Kloster in Gorodok 10.000.- €,
  • für das Therapiezentrum wurden  5.000.- € überwiesen.
  • Eine Großspende in Hohe von 10.000,00 € erhielten wir für die Stiftung Straßenkinder.

Herzlichen Dank dafür!

Vorhaben 2018

  • Gewinnung von Volontären aus Kemptener Gymnasien für das Therapiezentrum in der Allgau-Etage in Fastiv
  • Ukrainefahrt des Ostliturgischen Lehrerchores


Wir wünschen
allen Mitgliedern
und Förderern eine

FROHE WEIHNACHT
und ein gutes
NEUES JAHR

Die Vorstandschaft
des Förderkreises

Äbtissin Michaela:
Kloster Hl. Nikolaus in Gorodok

Erzbischof Varfolomej,
Diözese Rivne

Pater Michael,
Dominikanerkloster in Fastiv
und die Straßenkinder
von Fastiv

DJAKUJU - DANKE!


Der Förderkreis gratuliert seinem Vorsitzenden Hans-Jürgen Thiemer
recht herzlich zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Bild

Laudatio
des Staatssekretärs im Bayerischen Staatsministerium
für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Bernd Sibler
anlässlich der Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens
der Bundesrepublik Deutschland am 18. Dezember 2017
an Herrn Hans Jürgen Thiemer, Altusried

 

Sehr geehrter Herr Thiemer,

Sie engagieren sich seit Jahrzehnten im ökumenischen und humanitären Bereich. 1989 waren Sie Mitbegründer des „Förderkreises der Begegnung mit Christen des Ostens e. V." und sind seither auch 1. Vorsitzender des Vereins. Hauptanliegen und wesentliche Ziele der Gründung waren eine verstärkte Ökumene mit der Orthodoxen Kirche sowie die Unterstützung von in Not geratenen Kindern in der Ukraine. Im Rahmen der Partnerschaft „Bayern - Ukraine" wird der Austausch von Gruppen und geistlichen Chören bis heute regelmäßig praktiziert. Neben diesem länderübergreifenden Kulturaustausch wurden im Laufe der Jahre viele der gesetzten Ziele getreu dem Grundsatz „durch Taten Brücken bauen" entschlossen umgesetzt. Dabei wurden nicht nur erhebliche Geld- und Sachleistungen im Sinne der „Hilfe zur Selbsthilfe“ geleistet, sondern auch mithilfe von Allgäuer Fachkräften die erforderliche Beratung und konkrete Umsetzung bestimmter Projekte vor Ort tatkräftig bewerkstelligt. Hervorzuheben ist, dass der Förderkreis über einen Zeitraum von 15 Jahren ganzjährige Sammelaktionen im Allgäu mit einer jeweils sehr beachtlichen Bandbreite an wichtigen Gütern durchführte.

Daneben engagierten Sie sich in der Ukraine u. a. beim Wiederaufbau des „Nonnenklos-ters Hl. Nikolaus" in Gorodok und des Mönchsklosters in Meschirize. Den Menschen in der Ukraine durch Hilfe zur Selbsthilfe das Leben zu erleichtern, war immer Ihre Devise. Im Wallfahrtsort Potschajew wurde auf Ihre Initiative eine Familienpatenschaft für bedürftige ukrainische Familien gegründet. 2009 besuchten Sie in Fastiv (Ukraine) einen Dominikanerpater, der sich verwahrloster Kinder und Jugendlicher annahm. Um langfristig helfen zu können, wurde 2010 die „Stiftung für Straßenkinder" gegründet. Über die Hilfsorganisationen „Renovabis" und „Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks gelang es Ihnen, Gelder für den Bau eines Therapiezentrums zu organisieren, im Dezember 2015 wurde das „Christliche Zentrum St. Martin", ein Therapiezentrum für Straßenkinder, mit der „Allgäu-Etage" eingeweiht.

1963 waren Sie zudem Mitbegründer des „Ostliturgischen Lehrerchors" in der Diözese Augsburg und seither leiten Sie den Chor mit Fachkompetenz und hohem persönlichen Einsatz. Zusätzlich waren Sie von 1975 bis 2014 im „Chorverband Allgäu" als Referent für Kinder- und Jugendchöre sowie als Ausbilder von Schulchorleitern tätig. 1978 initiierten Sie den Kinderschulchortag im Oberallgäu, der im Jahr 2014 zum 14. Mal (und zum letzten Mal unter Ihrer Leitung) stattfand. Des Weiteren engagierten Sie sich von 1970 bis 1995 als Kreis-Chorleiter des „Chorverbandes Allgäu", als Leiter der „Chorgemeinschaft Altusried" (1968 - 1998) und Leiter einer Außenstelle der Volkshochschule Altusried (1984 - 2011). Sie haben sich durch Ihr langjähriges, ehrenamtliches Engagement große Verdienste um das Allgemeinwohl erworben.

Für Ihre Verdienste hat Ihnen der Herr Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Ich freue mich sehr, Ihnen diese hohe Auszeichnung aushändigen zu dürfen.

 

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